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Anreisemöglichkeiten nach Fürth
mit dem Fahrrad:
Fürth selbst hat für den Radtouristen wenig Interessantes
zu bieten. Wer von Ansbach, Würzburg oder Bamberg her kommend nach
Nürnberg will, sollte aber aus geografischen Gründen zunächst
Fürth ansteuern.
Fernradreisende aus Richtung Bamberg sollten bis zu der Trogbrücke
über die Zenn im Fürther Vorort Vach auf dem Radweg am Rhein-Main-Donau-Kanal
bleiben. Nur an wenigen Stellen ist eine umständliche, nicht immer
gut ausgeschilderte Umfahrung notwendig. Die Strecke ist wesentlich angenehmer
und nicht zeitraubender als die alte, immer noch stark befahrene Bundesstraße
von Bamberg über Forchheim und Erlangen. An der großen Trogbrücke
über die Zenn angekommen sollte man den Kanal verlassen, den Regnitzgrund
in Richtung Stadeln überqueren und vor den ersten Häusern von
Stadeln nach rechts abbiegen. Hier gibt es einen guten Radweg, der entlang
der Regnitz und dann entlang der Pegnitz fast bis zur Fürther Innenstadt
führt.
Wenn Sie nicht bei der ausgeschilderten Abzweigung hinauf in
die Fürther City wollen, können Sie entlang der Pegnitz weiter
bis ins Zentrum von Nürnberg fahren.
Sollten Sie tatsächlich einen Abstecher in die Fürther Innenstadt machen, so nehmen Sie sich bitte sehr in acht: Das Radfahren in der Fußgängerist streng verboten. Selbst das Queren der Fußgängerzone von einer Seitenstraße zur gegenüberliegenden führt ausnahmslos zu einer gebührenpflichtigen Verwarnung. Tagsüber kontollieren bis zu 10 Polizisten gleichzeitig die Einhaltungs des Radfahrverbots. Ab 18:00 Uhr abends wird nicht mehr kontolliert. Aber da ist die Fußgängerzone schon wie ausgestorben und fast alle Geschäfte sind geschlossen. In den angrenzenden Stadtteilen gibt es immer wieder ein Stück Radweg. Diese Wege sind aber sehr verwinkelt, nie zusammenhängend und für Auswärtige deshalb nicht nachvollziehbar. Sie sind oft auch gefährlich geführt, auf engen Gehsteigen knapp vorbei an Ausfahrten und Hausausgängen und oft mit nur wenig abgesenkten Bordsteinkanten an den Seitenstraßen. Oft sind die Radweg-Gebotsschilder auf den Gehwegen inzwischen wieder entfernt worden. Lediglich auf den Gehwegen aufgemalte Fahrrad-Piktogramme sind noch vorhanden. Das führt dazu, dass Sie in diesen Straßen oft von Autolenkern angehupt und geschnitten werden, um Sie auf den Gehsteig zu zwingen, obwohl das Radfahren nach der Straßenverkehrsordnung dort jetzt nicht mehr erlaubt ist. Dem auswärtigen Radtouristen kann man deshalb nur empfehlen, auf dem akzeptablen Radweg im Pegnitzgrund zügig am Fürther Stadtzentrum vorbeizufahren.
Von Würzburg her kommend empfehle ich Fernradreisenden
den Weg über Ochsenfurt, Marktbreit, Seinsheim, Nenzenheim, Dornheim
(hier kommen Sie fast unbemerkt über die Stufe des Steigerwaldes),
Markt Bibart bis Neustadt/Aisch. Fahren Sie in Neustadt/Aisch durch den
historischen Stadtkern (Gasthäuser, Fußgängerzone) nach
Osten hinauf zum oberen Stadttor. Hier geht es auf einem alten, kaum befahrenen
Stück der B8 ca. 3 km mäßig bergauf. Jetzt kommen Sie noch
einmal für ca 5 km auf die aktuelle B8. Folgen Sie ihr bis Sie zu
einer Abzweigung kommen, die nach rechts über die Bahnlinie führt.
Hier die Bahn überqueren und wieder auf einem alten, wenig befahrenen
Abschnitt der früheren B8 hinunter nach Emskirchen rollen. Im Ortskern
von Emskirchen (mehrere gute Gasthäuser) überqueren Sie die Aurach.
Dann geht es in Richtung Fürth/Nürnberg zunächst 2 km auf
einer gewundenen Strecke kräftig bergauf zur B8 neu. Fahren Sie auf
der B8 neu (Vorsicht, sehr schnelle Autos!) nach rechts ca. 150 m bis zur
Abzweigung nach Hagenbüchach/ Puschendorf/ Veitsbronn. Von Veitsbronn
aus können Sie auf einem teilweise nicht asphaltierten Sträßlein
an der Nordseite der Zenn bis zu der erwähnten Trogbrücke bei
Vach fahren und im Wiesengrund vor Stadeln nach rechts in Richtung Fürth-Innenstadt
schwenken. Der Weg von Veitsbronn über Burgfarrnbach ist etwas kürzer,
führt Ortsunkundige aber fast zwangsläufig über stark befahrene
Hauptstraßen ins Fürther Zentrum. Dieser Weg sollte deshalb
nur zu verkehrsschwachen Zeiten gewählt werden. Eine interessante
Alternative wäre eventuell auch der Weg von Marktbreit über Windsheim,
Obernzenn und Langenzenn. Ab Langenzenn ist die B8 neu trassiert und autobahnähnlich
ausgebaut. Die alte B8 von Langenzenn nach Burgfarrnbach ist nur noch wenig
befahren und für Radfahrer gut geeignet. Gut geeignet ist auch die
Straße entlang der Zenn bis Siegelsdorf bei Veitsbronn und weiter
wie oben beschrieben.
Von Ansbach her gibt es für Radfahrer nur eine wirklich
empfehlenswerte Strecke, nämlich die über Bruckberg und Großhabersdorf.
Zunächst müssen Sie die Höhe nordöstlich von Ansbach
überwinden; entweder 3 km auf der stark befahrenen B14 hinauf und
dann links weg hinunter nach Bruckberg oder auf einer der Straßen
links oder rechts der B14. Ab Bruckberg gibt es bis Fürth keinen weitern
Anstieg mehr. Kurz vor Großhabersdorf beginnt ein gut ausgebauter
Radweg, der über Wintersdorf und Leichendorf nach Zirndorf führt.
In Zirndorf fahren Sie auf dem Radweg durch den Stadtpark am Bibert-Ufer,
von dort weiter durch den engen Durchlass beim Schützenhaus und vorbei
am Reitstall zu der Unterführung unter der Umgehungsstraße.
Nun geht es auf einem nicht asphaltierten, aber akzeptablen Weg entlang
der Rednitz-Wiesen bis nach Fürth. Etwa 600 m nachdem Sie die Trogbrücke
des Kanals über die Rednitz in Fürth-Süd unterquert haben
wechseln Sie neben einer kleinen Straßenbrücke auf die andere
Seite der Rednitz. Wenn Sie die große Eisenbahnbrücke über
den Wiesengrund erreicht haben, sind Sie schon fast im Zentrum von Fürth. Folgen Sie ab der "Sieben-Bogen-Brücke" (=die Eisenbahnbrücke) weiter dem Rednitztal auf den Wegen und Straßen links des Fusses bis Sie zur breiten Straßenbrücke der alten Würzburger Straße kommen.
Hier können Sie entlang der Straße hinauf ins Altstadtviertel St.Michael. Ganz nahe bei der gleichnamigen Kirche liegt der "Grüne Markt" und die "Gustavstraße". Dort findet man abends viele gemütliche Kneipen, wo man im Sommer auch oft auf dem breiten Gehweg vor den alten Häusern bewirtet wird. An einem warmen Sommerabend wirklich zu empfehlen.
Wer's eilig hat, nach Nürnberg oder in Richtung Erlangen weiterzukommen, versucht auf irgendwelchen Pfaden oder entlang der Hauptstraße in nördlicher Richtung bis zur Einmündung des Pegnitztals weiterzukommen. Dort auf der Nordseite der Pegnitz und dem Ostufer der Regnitz (=Vereinigung der Flüsse Rednitz und Pegnitz) verläuft der gut markierte und ausgebaute Uferradweg von Erlangen nach Nürnberg.
Wer vom Altmühltal (Weißenburg, Kinding oder Beilngries)
her kommt, sollte versuchen, noch vor Schwabach auf den Radweg
am Main-Donau-Kanal zu gelangen. Er kommt so relativ ungestört durch
die verkehrsreichen südlichen Randgebiete von Nürnberg bis zum
Rednitztal zwischen Zirndorf und Fürth. Dort sofort nach der Trogbrücke
über die Rednitz hinunter zum Fluß fahren, unter der Trogbücke
hindurch und weiter wie zwei Sätze vorher beschrieben.