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Etwa 30 km östlich von Bistrita wird das Tal eng und die Berge werden deutlich höher. Der Aufstieg in die Karpaten beginnt.

Die langen Aufstiege auf die Pässe (insgesamt vier Mal auf 1000 bis 1100 m) benötigen ihre Zeit. Die Landschaft ist aber so schön, dass einem das nicht viel ausmacht.

Am Nachmittag war die erste Passhöhe erreicht. Oben zieht sich die Strecke viele km entlang des Kammes durch weitläufige Almflächen mit einzelnen Fichten und Tannen.

Hin und wieder findet man einen Berggasthof, manchmal durchaus stattlich. In den Gasthöfen an den Pässen traf ich wiederholt auf kleine Gruppen fröhlicher junger Leute, die hierherauf ihre Wochenendtouren mit teilweise sehr alten und einfachen Fahrrädern machen. (Wie war der alte Spruch? The bike does if the man does!)

Beim langsamen Klettern hinauf auf die Pässe kann man immer wieder ausgiebig den weiten Blick auf die liebliche Gebirgslandschaft genießen. Über allem tronen einzelne schneebedeckte Kuppen mit bis zu 2500 m Höhe.

Die sauberen Bergbauernhöfe werden häfig noch mit alten Methoden mühsam bewirtschaftet. Pferdefuhrwerke sind weitaus häufiger als Traktoren. Die Menschen sind aber allgemein freundlich und auch ein wenig stolz auf ihren Hof.

Nach einer letzten flotten Abfahrt (die Straßen erlauben hier soetwas wieder) hinunter nach Sucevita treten die Berge zurück und die Landschaft weitet sich zu einer großen Ebene. Der Grenzübergang zur Ukraine ist zwar mit etwas Bürokratie verbunden (verschiede Formulare sind auszufüllen), aber die Grenzbeamten sind freundlich, hilfsbereit und korrekt.
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