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Routenwahl von Deutschland zum Nordkap

Es gibt viele Möglichkeiten, mit dem Rad zum Nordkap zu gelangen. Welcher Weg der richtige ist hängt von der verfügbaren Zeit und von den persönlichen Vorstellungen von einer Radtour ab.

Die meisten der zahlreichen Fern-Radfahrer, die ich auf den letzten Etappen vor dem Nordkap traf, waren über Schweden und Finnland raufgeradelt, andere waren mit der Fähre nach Finnland gekommen und dann durch die finnische Tundra gekommen. Wenige hatten die abwechslungsreiche aber zeitraubende Anreise entlang der norwegischen Fjördküste gewählt. Die Anfahrt durch Russland war für die meisten suspekt und garnicht in Erwägung gezogen worden. Entscheiden muss das aber jeder für sich selbst.

Vor 40 Jahren reizte es mich noch sehr, möglichst große Tagesetappen zurückzulegen. Heute möchte ich mir vor allem einen persönlichen Eindruck von fremden Ländern und den Menschen dort verschaffen. Kulturelle Sehenswürdigkeiten am Wege nehme ich dabei gerne wahr, der Naturgenuss ist mir aber wichtiger.

Ich hatte knapp drei Monate zur Verfügung. Viel oder wenig? - Auch das ist relativ. Ich hätte am Ende gern noch ein paar Wochen dran gehängt.

Für mich war die gewählte Route richtig. Die Natur und die Mentalität der Menschen in den besuchten Ländern war durchaus unterschiedlich. Besonderes große Gefahren wegen Kriminalität und Diebstahl in Russland, auf die ich vor meiner Abreise und auch in den Ländern auf dem Weg nach Russland immer wieder hingewiesen wurde, kann ich nicht bestätigen. Die Gefahren auf der stark befahrenen Bundesstraße bis kurz vor Weidhaus (Grenze Deutschland-Tschechien), auf den Hauptstraßen um Prag und Warschau und auf den sehr verkehrsreichen Fernstraßen im mittleren und südlichen Norwegen waren sehr viel größer.

Ich würde die Strecke wieder wählen, auf dem Teilstück von Alta bis Trondheim aber die stark befahrene E6 vermeiden und dafür lieber mit einer zusätzlichen Woche die längere Route an der Künste wählen, auf der man öfters mal per Fähre über die Fjörde übersetzen muss.

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